WEV

Darf eine gemeinnützige Wohnbaugesellschaft spekulieren?

Wer Geld hat, muss nicht unbedingt eine Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft gründen. Wer das allerdings tut, sollte sich an Gesetze halten, vor allem an das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz - WGG. Dessen § 7 umschreibt den zulässigen Geschäftskreis für gemeinnützige Wohnungsgesellschaften ziemlich genau (siehe unten!). Der Ankauf von Grundstücken, die nicht als Bauland gewidmet sind, gehört jedenfalls nicht zum Geschäftskreis der Gemeinnützigen.

Flächenwidmung am Heumarkt

Nebenstehend die aktuelle Flächenwidmung am Heumarkt.

Zu beachten:

Die Eisfläche trägt keine Widmung. Der Gemeinderat hat über das Gebiet eine Bausperre erlassen.

Der Streifen zum Heumarkt trägt die Widmung W (=Wohnen) gv (=Geschäftsviertel) III (=Bauklasse III, Gebäudehöhe 9m - 16m) g (=geschlossene Bauweise).

Der Streifen zur Lothringerstraße ist ebenfalls Wohnen Geschäftsviertel, allerdings nur Bauklasse I (2,5m - 9m).

Sabine Schwarz: Der dritte Bezirk und der Eislaufverein gehören zusammen!

Klicken Sie ins Bild, um das Video zu starten. Sie können es auch auf Vimeo anschauen. Bitte um Rückmeldung, falls technische Probleme auftauchen.

Auszüge aus dem Gespräch:

„Der dritte Bezirk und der Wiener Eislaufverein gehören einfach zusammen. Man kann sich den dritten Bezirk gar nicht ohne Eislaufverein vorstellen. Es ist unsere Aufgabe, das Überleben des Eislaufvereins zu garantieren.“

„Wir können dagegen wirken, dass aus dem Verkauf eine Gefahr für den Eislaufverein wird. Der dritte Bezirk und das Land haben sich ja dazu bekannt, den Eislaufverein retten zu wollen und alles zu unternehmen, dass dort nichts verbaut werden kann.“

„Es ist jetzt die Aufgabe, eine Widmung zu schaffen, dass dort nichts verbaut werden darf.“

„Deshalb hat man jetzt den Baustopp verhängt, damit nichts passieren kann im Zuge des Verkaufs.“

„Inhalt meines Antrags in der Bezirksvertretungssitzung vom 19.6.2008 war, dass der Bezirk dem Land zusätzlichen Druck macht, so schnell wie möglich eine Flächenwidmung zu garantieren, die in enger Kooperation mit dem Bezirk und dem Eislaufverein so gestaltet wird, dass die 6000m2 Eislauffläche nicht verbaut werden können. Der Antrag ist beschlossen worden und wandert jetzt auf Landesebene und macht dem Stadtrat Druck.“

„Ich persönlich bin ein Verfechter des Freiluft-Eislaufplatzes. Freiluft macht einfach viel mehr Spaß als in einer Halle. Das macht ja auch den Reiz des Wiener Eislaufvereins aus.“

„Ich bin optimistisch, sonst wär ich nicht in der Politik.“

Eva Lachkovics: Ich möchte schauen, dass das Thema am Köcheln bleibt!

Klicken Sie ins Bild, um das Video zu starten. Sie können es auch auf Vimeo anschauen. Bitte um Rückmeldung, falls technische Probleme auftauchen.

Auszüge aus dem Gespräch:

„Wir können stolz drauf sein, dass wir den Eislaufplatz haben. Er ist vor allem wichtig für die Jugend, alle Landstraßer Schulen gehen dorthin, aber auch für alle Alterstufen.“

„Der Eislaufplatz am Heumarkt ist die größte freie Eislauffläche in Europa.“

„Der Verkauf beunruhigt uns schon sehr. Warum kauft eine Wohnungsgesellschaft für 4,2 Mio Euro ein Grundstück, das eigentlich für sie derzeit keinen Wert hat, weil sie dort nicht bauen können?“

„Auf dem Grundstück ist derzeit keine Widmung – und wenn keine Widmung auf einem Grundstück ist, dann ist eine Bebauung überhaupt ausgeschlossen. Die Bausperre wäre an sich nicht nötig gewesen, das sehe ich so. Innerhalb von drei bis fünf Jahren muss ein Widmungsverfahren eingeleitet werden. Das heißt aber nicht, dass dann keine Bauwidmung sein kann.“

„Deswegen haben wir den Antrag eingebracht, dass sofort ein Widmungsverfahren eingeleitet werden soll mit einer Widmung auf Sportfläche und zwar so wasserdicht, dass dort wirklich nicht gebaut werden kann. Der Antrag ist dem Bauausschuss (der Bezirksvertretung) zugewiesen worden.“

„Ich bin immer optimistisch. Es haben sich alle Fraktionen im Bezirk dafür ausgesprochen, auch die SPÖ. Das ist natürlich keine Garantie, siehe Landstraßer Markthalle.“

„Was ich möchte, ist, dass das Thema aktuell bleibt und dass nicht drei Jahre verschlafen werden mit der Absicherung der Bausperre und dann haben alle alles vergessen, das möchte ich nicht und deshalb werde ich schauen, dass das Thema am Köcheln bleibt.“

siehe auch Eva Lachkovics im Online-Interview (Mitte Juni 2008)

Rudolf Zabrana: Nicht mitziehen bei Immobilien - Spekulation!

Klicken Sie ins Bild, um das Video zu starten. Sie können es auch auf Vimeo anschauen. Bitte um Rückmeldung, falls technische Probleme auftauchen.

Auszüge aus dem Gespräch:

"Die freie Fläche des Eislaufvereins ist bereits 1860 mit der Stadterweiterung integraler Bestandteil dieses Stadtteils geworden."

"Der Eislaufverein gehört zu den ältesten Vereinen des Bezirkes."

"Der Verkauf ist eine riesengroße Gefahr für die Erhaltung der freien Eislauffläche."

"Es besteht Gefahr, dass mietrechtlicher Druck ausgeübt wird auf den Eislaufverein."

"Der Käufer hat sicherlich das Interesse, dass man sich die Verzinsung dieses Betrages (von 4,2 Mio Euro) in irgendeiner Weise wieder hereinholt."

"Wir können uns damit nicht abfinden, dass man über Immobilienspekulationen das Schicksal eines der ältesten Vereine des Bezirks auf´s Spiel setzt."

"Die Bausperre bietet genug Sicherheit. Sie ist verbunden mit dem Auftrag, eine wasserdichte Widmung vorzunehmen, damit die Bebauungsmöglichkeit auch rechtlich unterbunden wird."

"Sie können erwarten, dass wir bei Immobilienspekulationen gleich welcher Art hier nicht mitziehen werden können."

"Wir sind auf jeden Fall optimistisch, dass wir uns diese freie Fläche bewahren können."

Eva Lachkovics/Grüne Wien Landstraße: Wer weiß, was in 3 Jahren ist?


Das Interview wurde über AdobeConnect aufgenommen. Karl Staudinger und BR Lachkovics waren über das Internet verbunden. Das Video wird vom Adobe-Server geladen. Bitte um Geduld, das dauert ein bissl, und bitte um Verständnis für kleinere technische Mängel beim Abspielen der Aufnahme.

Grundstück verkauft. Forderung bleibt: FREILUFT-EISLAUFPLATZ ERHALTEN!!!

Der Stadterweiterungsfonds hatte dem Käufer Zeitungsberichten (Die Presse) zufolge versprochen, seinen Namen bis zur Eintragung im Grundbuch nicht zu veröffentlichen! Offenbar fürchtete man die negative öffentliche Meinung zu diesem Geschäft. (29.5.08:) Nun ist es publik: Nach mehreren falschen Vermutungen ist der neue Eigentümer nun bekannt - die "Buntes Wohnen Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H.", die sich auch bereits an den Eislaufverein gewandt hat. Frühere Vermutungen in Richtung Wertinvest waren allerdings nicht gänzlich falsch, da es durch die Person Dr. Franz Guggenberger und vermutlich auch durch die Privatstiftung zur Förderung der Wissenschaft und universitären Forschung eine Verbindung zu Michael Tojner geben dürfte. Der Kauf spekuliert offenbar damit, dass der bis 2058 abgeschlossene Pachtvertrag unterlaufen und die Änderung der Bebauungsvorschriften durchgesetzt werden kann.

EISFRÜHLING 2008

pressefotos.at - Niko Formanek







Der WIENER EISLAUFVEREIN (WEV)
" E I S F R Ü H L I N G 2 0 0 8 "

Ein Fest am Eislaufplatz des WEV für für Jung und Alt,
von und mit den Freundinnen und Freunden des Wiener Eislaufvereins
Höhepunkt: Eishockeylegenden spielen mit prominenter Unterstützung gegen
die WEV Eishockeykids!!!

Der Eintritt ist den ganzen Tag frei!

Retten Sie den Wiener Eislaufverein! (öffentliche Unterzeichnung)

Petition zur Rettung des Wiener Eislaufvereins

Der Stadterweiterungsfonds hat das Grundstück des Wiener Eislaufvereins verkauft.

Nach den derzeitig geltenden Bebauungsvorschriften und dem Wiener Sportstättenschutzgesetz ist eine Bebauung ausgeschlossen.
Daran darf nicht gerüttelt werden!

Daher gelten weiter unsere Forderungen:

  • Die Eislauffläche darf nicht verkleinert werden!
  • Wien braucht keine neue Bettenburg und kein Bürohochhaus!
  • Wir wollen das einmalige Erholungsgebiet des Wiener Eislauf-Vereins mitten in der Stadt für unsere Kinder erhalten!

zur Startseite

Retten Sie den Wiener Eislaufverein! (nicht-öffentliche Unterzeichnung)

Petition zur Rettung des Wiener Eislaufvereins

Der Stadterweiterungsfonds hat das Grundstück des Wiener Eislaufvereins verkauft.

Nach den derzeitig geltenden Bebauungsvorschriften und dem Wiener Sportstättenschutzgesetz ist eine Bebauung ausgeschlossen.
Daran darf nicht gerüttelt werden!

Daher gelten weiter unsere Forderungen:

  • Die Eislauffläche darf nicht verkleinert werden!
  • Wien braucht keine neue Bettenburg und kein Bürohochhaus!
  • Wir wollen das einmalige Erholungsgebiet des Wiener Eislauf-Vereins mitten in der Stadt für unsere Kinder erhalten!

zur Startseite

Syndicate content